Berlin: Ver.di kündigt Warnstreik am 18. Dezember 2025 an – Öffentlicher Dienst betroffen
Die Gewerkschaft Ver.di hat für den 18. Dezember 2025 einen Warnstreik im öffentlichen Dienst der Länder angekündigt. In Berlin werden zahlreiche Einrichtungen betroffen sein – ausgerechnet am Tag der Haushaltsabstimmung im Abgeordnetenhaus.
🗓️ Termin mit Symbolkraft
Der gewählte Termin ist kein Zufall: Am 18. Dezember 2025 wird das Berliner Abgeordnetenhaus über den Landeshaushalt abstimmen. Ver.di will mit dem Warnstreik Druck auf die Politik ausüben und zeigen, dass die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes nicht länger auf faire Löhne warten wollen.
🏢 Welche Bereiche sind betroffen?
Der Warnstreik wird voraussichtlich folgende Bereiche treffen:
- Kitas und Kindertagesstätten: Eltern sollten sich auf Schließungen einstellen
- Landesbehörden: Eingeschränkter Service bei Ämtern
- Hochschulen: Universitäten und Fachhochschulen
- Krankenhäuser: Landeseigene Kliniken (Notversorgung gewährleistet)
- Schulen: Verwaltungspersonal und teilweise Lehrkräfte
💶 Die Forderungen
Ver.di fordert für die TV-L-Tarifverhandlungen:
- 7% mehr Gehalt oder mindestens 300€ pro Monat
- Laufzeit: 12 Monate
- Übernahme der Auszubildenden
- Angleichung Ost-West: Gleiche Arbeitszeit in allen Bundesländern
👥 Wer ist betroffen?
In Berlin arbeiten rund 130.000 Landesbeschäftigte nach dem TV-L (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder). Bundesweit sind es etwa 1,2 Millionen Tarifbeschäftigte und indirekt auch 1,3 Millionen Beamte, deren Besoldung sich oft an den Tarifabschlüssen orientiert.
ℹ️ Tipps für Betroffene
Für Eltern:
- Frühzeitig alternative Betreuung organisieren
- Mit dem Arbeitgeber über Homeoffice sprechen
- Notbetreuung bei der Kita erfragen
Für Bürger mit Behördenterminen:
- Termine wenn möglich verschieben
- Online-Services nutzen
- Telefonisch Erreichbarkeit prüfen
📊 Hintergrund: TV-L-Verhandlungen
Die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) sind ins Stocken geraten. Die Arbeitgeberseite bietet bislang deutlich weniger als die geforderten 7 Prozent. Ver.di sieht sich daher gezwungen, den Druck durch Arbeitskampfmaßnahmen zu erhöhen.
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