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Gehaltssteigerung 2026: Nur 3,1 % – Was die Kienbaum-Studie für Arbeitnehmer bedeutet

Veröffentlicht von Gehalts.info Redaktion am 6. November 2025

Die aktuelle Kienbaum-Studie bringt ernüchternde Nachrichten für Arbeitnehmer in Deutschland: Für 2026 planen Unternehmen durchschnittlich eine Gehaltserhöhung von lediglich 3,1 % – deutlich weniger als in den vergangenen Jahren. Was steckt hinter dieser Entwicklung und was bedeutet das für Ihr Gehalt?

📉 Die wichtigsten Erkenntnisse der Kienbaum-Studie

Die renommierte Unternehmensberatung Kienbaum hat Hunderte deutsche Unternehmen zu ihren Gehaltsplänen für 2026 befragt. Die Ergebnisse zeigen eine klare Abschwächung:

Jahr Durchschnittliche Gehaltssteigerung Veränderung
2023 4,1 % –
2024 3,8 % -0,3 %
2025 3,5 % -0,3 %
2026 (geplant) 3,1 % -0,4 %

Die Zahlen zeigen einen deutlichen Abwärtstrend. Während Arbeitnehmer 2023 noch von durchschnittlich 4,1 % Gehaltserhöhung profitieren konnten, sind es 2026 nur noch 3,1 % – ein Rückgang um einen ganzen Prozentpunkt innerhalb von drei Jahren.

🔍 Warum sinken die Gehaltserhöhungen?

Mehrere Faktoren tragen zu dieser Entwicklung bei:

💰

Normalisierung nach Inflation

Nach den extremen Inflationsjahren 2022/2023 (bis zu 8,7 %) beruhigt sich die Teuerungsrate. Die Inflationserwartungen für 2026 liegen bei etwa 2,5 %, wodurch Unternehmen weniger Druck verspüren, Gehälter stark anzupassen.

📊

Wirtschaftliche Unsicherheit

Viele Unternehmen kämpfen mit schwächelnder Konjunktur, steigenden Energiekosten und globalen Handelsrisiken. Das schlägt sich in vorsichtigerer Gehaltsplanung nieder.

🏭

Strukturwandel und Transformation

Investitionen in Digitalisierung und Nachhaltigkeit binden Kapital. Viele Firmen priorisieren Zukunftsinvestitionen vor Personalkosten.

⚖️

Entspannung am Arbeitsmarkt

Nach dem extremen Fachkräftemangel der Vorjahre entspannt sich die Situation leicht. Unternehmen müssen nicht mehr mit drastischen Erhöhungen um Mitarbeiter kämpfen.

💡 Was bedeutet das konkret für Ihr Gehalt?

Eine Gehaltserhöhung von 3,1 % klingt zunächst positiv – doch wie sieht es real aus?

Beispielrechnung für 2026:

Bruttogehalt 2025:

50.000 € / Jahr

Gehaltssteigerung 3,1 %:

+ 1.550 € / Jahr

Neues Bruttogehalt 2026:

51.550 € / Jahr

Das sind ca. 129 € brutto mehr pro Monat

Achtung bei der Kaufkraft:

Bei einer erwarteten Inflation von 2,5 % in 2026 bleibt real nur eine Kaufkraftsteigerung von etwa 0,6 %. Berücksichtigt man Steuern und Sozialabgaben, fällt das Netto-Plus noch geringer aus.

📋 Branchen im Vergleich

Die Kienbaum-Studie zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Branchen:

Branche Geplante Gehaltssteigerung 2026
IT & Telekommunikation 3,8 %
Pharma & Healthcare 3,6 %
Durchschnitt 3,1 %
Handel 2,9 %
Automotive 2,5 %

Während IT-Fachkräfte und Healthcare-Profis weiterhin überdurchschnittliche Steigerungen erwarten können, leiden besonders die Automotive-Branche und der Handel unter Transformationsdruck und schwacher Nachfrage.

✅ Was können Arbeitnehmer jetzt tun?

💼

Gehaltsverhandlung gut vorbereiten

Dokumentieren Sie Ihre Erfolge und Mehrleistungen. Wer konkrete Argumente hat, kann auch in schwierigen Zeiten mehr herausholen als der Durchschnitt.

📚

Weiterbildung als Hebel nutzen

Zusätzliche Qualifikationen erhöhen Ihren Marktwert. Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber über Weiterbildungsbudgets und Entwicklungsmöglichkeiten.

🎯

Alternative Benefits prüfen

Wenn das Gehalt nicht stark steigt, können Zusatzleistungen helfen: Homeoffice-Pauschalen, Jobticket, betriebliche Altersvorsorge oder mehr Urlaubstage.

🔄

Jobwechsel in Betracht ziehen

Ein Arbeitgeberwechsel bringt oft höhere Gehaltssteigerungen als interne Erhöhungen. Prüfen Sie Ihre Optionen auf dem Arbeitsmarkt.

📊

Vergleichsdaten nutzen

Nutzen Sie Gehaltsrechner und Branchenvergleiche, um Ihr aktuelles Gehalt realistisch einzuordnen und fundierte Argumente zu haben.

🔮 Ausblick: Wie geht es weiter?

Experten erwarten für die kommenden Jahre eine Stabilisierung auf moderatem Niveau. Die Zeiten der großen Sprünge (4 % und mehr) sind vorerst vorbei. Stattdessen rechnen Analysten mit:

  • Gehaltserhöhungen zwischen 2,5 % und 3,5 % in den nächsten 2-3 Jahren
  • Größeren Unterschieden zwischen Branchen und Qualifikationsniveaus
  • Stärkerer Fokus auf individuelle Leistung statt pauschale Erhöhungen
  • Zunehmendem Einsatz von variablen Vergütungsbestandteilen

Fazit

Die Kienbaum-Studie zeigt deutlich: Die goldenen Jahre mit hohen Gehaltssprüngen sind vorerst vorbei. Mit 3,1 % geplanter Steigerung für 2026 müssen sich Arbeitnehmer auf moderatere Zuwächse einstellen.

Das bedeutet aber nicht, dass Sie sich mit weniger zufriedengeben müssen. Wer seine Leistung dokumentiert, Weiterbildungen nutzt und alternative Benefits verhandelt, kann auch in diesem Umfeld mehr für sich herausholen als der Durchschnitt.

💡 Tipp:

Nutzen Sie unseren Brutto-Netto-Rechner, um genau zu kalkulieren, was von Ihrer Gehaltserhöhung netto übrig bleibt – und bereiten Sie damit Ihre nächste Gehaltsverhandlung optimal vor.

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