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18. Juni 2026 · Gehalts.info Redaktion

Rentenerhöhung zum 1. Juli 2026: Renten steigen um 4,24 Prozent

Zum 1. Juli 2026 steigen die gesetzlichen Renten um 4,24 Prozent – spürbar mehr als zunächst prognostiziert. Was das konkret in Euro bedeutet, warum die Erhöhung höher ausfällt und worauf Rentner steuerlich achten sollten.

Rente & Vorsorge

Rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner bekommen ab dem 1. Juli 2026 mehr Geld: Die gesetzlichen Renten steigen um 4,24 Prozent. Damit fällt die Anpassung deutlich höher aus als im Dezember 2025 erwartet – damals war noch von 3,73 Prozent die Rede. Wir erklären, was das für Ihre Rente bedeutet.

Was bedeutet das in Euro?

Maßgeblich für die Berechnung ist der sogenannte aktuelle Rentenwert. Er steigt zum 1. Juli 2026 von 40,79 Euro auf 42,52 Euro pro Entgeltpunkt. Konkret heißt das für die monatliche Bruttorente:

Bisherige Rente (brutto) Erhöhung (+4,24 %) Neue Rente ab Juli 2026
1.000 €+42,40 €1.042,40 €
1.500 €+63,60 €1.563,60 €
2.000 €+84,80 €2.084,80 €
2.500 €+106,00 €2.606,00 €

Wer also bis Juni 2026 eine Bruttorente von 1.500 Euro erhält, bekommt ab Juli rund 1.563,60 Euro – ein Plus von gut 63 Euro im Monat.

Warum fällt die Erhöhung höher aus als erwartet?

Die gesetzliche Rente folgt der Lohnentwicklung: Steigen die Löhne, steigen mit Verzögerung auch die Renten. Weil die Löhne 2025 stärker zulegten als prognostiziert, fällt die Rentenanpassung 2026 mit 4,24 Prozent höher aus als die im Dezember geschätzten 3,73 Prozent. Für die Kaufkraft der Rentner ist das eine gute Nachricht – die Erhöhung liegt klar über der zuletzt gemeldeten Inflationsrate.

Kein Unterschied mehr zwischen Ost und West

Einen getrennten Rentenwert für Ost- und Westdeutschland gibt es nicht mehr: Die Angleichung wurde bereits mit der Rentenanpassung 2023 zu 100 Prozent abgeschlossen. Seitdem gilt bundesweit derselbe aktuelle Rentenwert – die 4,24 Prozent kommen also allen Rentnern gleichermaßen zugute.

Müssen Rentner jetzt mehr Steuern zahlen?

Möglich ist das. Der einmal festgelegte Rentenfreibetrag bleibt als fester Euro-Betrag bestehen – jede Rentenerhöhung erhöht daher den steuerpflichtigen Teil der Rente. Für manche Ruheständler kann die Anpassung dazu führen, dass sie erstmals oder zusätzlich Steuern zahlen müssen. Entlastend wirkt allerdings der 2026 erneut gestiegene Grundfreibetrag von 12.348 Euro. Ob für Sie tatsächlich Steuern anfallen, hängt vom Rentenbeginn und weiteren Einkünften ab.

Fazit

Mit 4,24 Prozent fällt die Rentenerhöhung 2026 kräftiger aus als erwartet und stärkt die Kaufkraft von rund 21 Millionen Rentnern. Wie sich Ihre persönliche Rente und mögliche Abgaben entwickeln, können Sie mit unserem Rentenrechner und dem Brutto-Netto-Rechner 2026 durchrechnen.

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