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Transparenz

Über Gehalts.info & unsere Methodik

Jede Zahl auf dieser Seite soll nachprüfbar sein. Hier steht, woher sie kommt, wie sie berechnet wurde und wo ihre Grenzen liegen.

Zuletzt aktualisiert:

Wer wir sind

Gehalts.info ist ein unabhängiges deutsches Online-Portal für Gehaltsrechner und Gehaltsinformationen. Unser Ziel ist es, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Deutschland kostenlos und verständlich zu zeigen, wie viel netto vom Brutto übrig bleibt und wie sich ihr Verdienst im Vergleich einordnet.

Herausgeber und Entwickler ist Christian Gudermann, Softwareentwickler aus Nordrhein-Westfalen. Er hat die Rechen-Engine dieser Seite gebaut und die Datenpipeline aufgesetzt, über die die Gehaltszahlen aus den amtlichen Statistiken kommen. Beiträge ohne namentliche Zeichnung entstehen in der Redaktion und folgen denselben Regeln.

Was wir nicht sind

Es gibt auf Gehalts.info keine steuerfachliche Prüfung durch Dritte. Kein Steuerberater, keine Kanzlei und keine Rentenberatung sieht diese Inhalte vor der Veröffentlichung. Wir schreiben das hin, weil das Gegenteil naheliegt, wenn man es verschweigt.

Statt einer fachlichen Prüfung stehen zwei andere Dinge:

  • Der Rechenweg ist nicht unsere Erfindung. Steuern und Sozialabgaben folgen dem amtlichen Programmablaufplan des Bundesfinanzministeriums und der Formel nach § 32a EStG. Vor jedem Build laufen 262 automatisierte Prüfungen gegen amtliche Referenzwerte durch. Weicht eine ab, entsteht kein Build.
  • Die Gehaltszahlen sind nicht unsere Einschätzung. Sie stammen aus der Verdiensterhebung des Statistischen Bundesamts und der Entgeltstatistik der Bundesagentur für Arbeit. Jede Zahl trägt eine Plakette, die sagt, ob sie gemessen oder berechnet ist — samt Quelle, Berichtsjahr und Fallzahl.

Beides ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Wo es um Ihre konkrete Abrechnung geht, ist die Auskunft von Arbeitgeber, Steuerberatung oder Behörde maßgeblich.

Drei Arten von Zahlen – und warum der Unterschied zählt

Auf Gehalts.info stehen grundverschiedene Arten von Zahlen nebeneinander: gemessene, berechnete und gesetzlich vorgegebene. Wir kennzeichnen sie deshalb überall dort, wo sie auftauchen, mit einer eigenen Plakette:

  • Amtliche Erhebung – direkt aus einer amtlichen Statistik übernommen. Dazu gehören die Medianentgelte der Bundesagentur für Arbeit, die aus den Sozialversicherungsmeldungen der Arbeitgeber stammen, sowie das regionale Preisniveau des BBSR.
  • Modellierter Schätzwert – aus gemessenen Werten abgeleitet, nicht selbst erhoben. Das betrifft die Regionalwerte: Für die Kombination aus einem einzelnen Beruf und einer Region gibt es keine amtliche Erhebung, sie wird berechnet (siehe unten).
  • Tariflich/gesetzlich festgelegt – kein Schätzwert, sondern normativ vorgegeben. Das gilt für alle Steuer- und Sozialabgabenberechnungen sowie für Tarifentgelte.

Woher die Gehaltsdaten stammen

Die Basiswerte stammen aus der Verdiensterhebung des Statistischen Bundesamts (GENESIS-Tabelle 62361-0034). Ausgewiesen wird dort der Medianverdienst je Berufsgattung der Klassifikation der Berufe 2010 – auf Ebene der 5-stelligen Berufsgattungen, die auch das Anforderungsniveau (Helfer, Fachkraft, Spezialist, Experte) unterscheidet. Wir übernehmen den Wert der Gattung, die dem üblichen Zugang zum jeweiligen Beruf entspricht, und nennen sie auf der Berufsseite beim Namen.

Der Stand ist offen einsehbar: 146 von 174 Berufen tragen einen aus einer amtlichen Erhebung übernommenen Wert. Die übrigen sind modellierte Orientierungswerte und auf ihren Seiten auch so gekennzeichnet – für sie weist keine der Erhebungen eine passende Berufsgattung aus.

Wir halten das für ehrlicher, als alle 178 Berufe pauschal als „Daten des Statistischen Bundesamts" auszuweisen. Ein Orientierungswert ist nützlich – er ist nur kein Messwert, und diesen Unterschied soll niemand raten müssen.

Wie ein Regionalwert entsteht

Für die Kombination aus Beruf und Region (etwa „Elektriker in Sachsen") liegt uns keine eigenständige Erhebung vor. Diese Werte berechnen wir nach der Formel

Regionalwert = gemessener Bundeswert des Berufs × (gemessenes Regionalentgelt der Berufsgruppe ÷ gemessenes Bundesentgelt derselben Gruppe)

Beide Faktoren sind erhoben, keiner ist gesetzt. Das Regionalverhältnis stammt aus den Sozialversicherungsmeldungen, die die Bundesagentur für Arbeit bis auf Kreisebene auswertet. Die Modellannahme steckt allein in der Übertragung: Wir unterstellen, dass ein einzelner Beruf regional im selben Verhältnis abweicht wie seine Berufsgruppe. Für Berufe mit stark regional konzentrierten Arbeitgebern trifft das nur eingeschränkt zu – ein Halbleiter-Ingenieur in Dresden verdient nicht so viel weniger als der Bundesschnitt, wie es das sächsische Gesamtniveau nahelegt. Deshalb bleiben die Regionalwerte als modelliert gekennzeichnet, auch wenn beide Eingangsgrößen Messwerte sind.

Der kaufkraftbereinigte Wert ergibt sich aus dem Regionalwert geteilt durch das Preisniveau der Region (Bundesschnitt = 100). Das Preisniveau selbst ist ein Messwert aus dem regionalen Preisindex des BBSR.

Wie wir Steuern und Sozialabgaben berechnen

Anders als die Gehaltsdaten sind die Abgabenberechnungen keine Schätzung. Alle Brutto-Netto-Berechnungen folgen dem amtlichen Programmablaufplan (PAP) des Bundesministeriums der Finanzen sowie der Einkommensteuer-Formel nach § 32a EStG. Berücksichtigt werden Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer sowie alle vier Zweige der Sozialversicherung (Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung) inklusive der jeweils gültigen Beitragsbemessungsgrenzen. Die hinterlegten Werte pflegen wir jährlich – aktuell für die Jahre 2023 bis 2026.

Die Rechenkerne sind gegen einen Referenzbestand abgesichert: 2.304 Testfälle für die Jahre 2024 und 2025 laufen mit einer Toleranz von einem Cent durch, bevor ein Build entsteht.

Grenzen der Daten

  • Medianentgelte der Bundesagentur beziehen sich auf sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte. Beamte, Selbstständige und Minijobber sind darin nicht enthalten.
  • Ein Medianentgelt ist ein Monatswert ohne Sonderzahlungen. Wo wir Jahreswerte ausweisen, entsteht der Unterschied zu Angaben mit Weihnachts- und Urlaubsgeld.
  • Regionalwerte sind Modellrechnungen, keine Regionalerhebungen (siehe oben).
  • Tatsächliche Gehälter hängen von Qualifikation, Erfahrung, Unternehmensgröße, Tarifbindung und Verhandlung ab und können erheblich abweichen.

Primärquellen

Alle verwendeten Quellen mit Direktlink. Wir prüfen die Verfügbarkeit dieser URLs bei jeder Datenaktualisierung, zuletzt am 19.08.2026.

Korrekturen

Wenn Ihnen eine Zahl falsch vorkommt, schreiben Sie uns über die Kontaktseite – am besten mit der betroffenen URL und, wenn vorhanden, der Quelle, die Sie für richtig halten. Wir korrigieren Fehler und vermerken relevante Korrekturen auf der betroffenen Seite.

Begriffe und häufige Fragen

Viele Angaben auf dieser Seite setzen Fachbegriffe voraus — Beitragsbemessungsgrenze, Anforderungsniveau, Median gegen Mittelwert. Wer davon etwas nachschlagen will, findet die Erklärungen im Glossar. Wiederkehrende Fragen zu den Rechnern und zur Datengrundlage beantworten wir gesammelt in den häufigen Fragen.

Haftungsausschluss

Alle Berechnungen und Angaben dienen ausschließlich der Information und Orientierung. Sie stellen keine rechtsverbindliche Steuer-, Sozial- oder Finanzberatung dar und ersetzen keine individuelle Beratung. Verbindlich ist stets die offizielle Abrechnung durch Arbeitgeber bzw. Behörde. Die vollständigen Bedingungen stehen unter Rechtliche Hinweise.

Kontakt

Feedback, Korrekturhinweise oder Fragen? Schreiben Sie uns über die Kontaktseite. Angaben zum Anbieter finden Sie im Impressum.