Assistenzarzt: Gehalt & Verdienst 2026
Was verdient ein Assistenzarzt in Deutschland? Durchschnitt, Einstieg, Entwicklung nach Erfahrung sowie Unterschiede nach Bundesland und Stadt.
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Gehalt nach Bundesland
| Bundesland | Ø Gehalt / Jahr | vs. Schnitt |
|---|---|---|
| Bayern: Assistenzarzt-Gehalt | 76.781 € | -2 % |
| Baden-Württemberg: Assistenzarzt-Gehalt | 78.925 € | +0 % |
| Hamburg: Assistenzarzt-Gehalt | 75.699 € | -4 % |
| Hessen: Assistenzarzt-Gehalt | 79.095 € | +1 % |
| Berlin: Assistenzarzt-Gehalt | 76.300 € | -3 % |
| Nordrhein-Westfalen: Assistenzarzt-Gehalt | 79.546 € | +1 % |
| Rheinland-Pfalz: Assistenzarzt-Gehalt | 79.626 € | +1 % |
| Bremen: Assistenzarzt-Gehalt | 79.145 € | +1 % |
| Niedersachsen: Assistenzarzt-Gehalt | 78.995 € | +1 % |
| Saarland: Assistenzarzt-Gehalt | 79.866 € | +2 % |
| Schleswig-Holstein: Assistenzarzt-Gehalt | 76.831 € | -2 % |
| Brandenburg: Assistenzarzt-Gehalt | 78.093 € | -1 % |
| Sachsen: Assistenzarzt-Gehalt | 77.723 € | -1 % |
| Thüringen: Assistenzarzt-Gehalt | 79.626 € | +1 % |
| Mecklenburg-Vorpommern: Assistenzarzt-Gehalt | 78.273 € | +0 % |
| Sachsen-Anhalt: Assistenzarzt-Gehalt | 77.883 € | -1 % |
Gehalt nach Stadt
| Stadt | Ø Gehalt / Jahr | vs. Schnitt |
|---|---|---|
| München: Assistenzarzt-Gehalt | 68.206 € | -13 % |
| Frankfurt am Main: Assistenzarzt-Gehalt | 78.915 € | +0 % |
| Hamburg: Assistenzarzt-Gehalt | 75.699 € | -4 % |
| Berlin: Assistenzarzt-Gehalt | 76.300 € | -3 % |
Gehalt als Assistenzarzt
Gehalt als Assistenzarzt (Arzt in Weiterbildung): Vergütung nach TV-Ärzte vom 1. bis 6. Weiterbildungsjahr, inklusive Zuschläge für Dienste – die erste Stufe der ärztlichen Karriereleiter vor dem Facharzt.
Das durchschnittliche Bruttogehalt als Assistenzarzt liegt bei 88.915 € pro Jahr. Beim Berufseinstieg sind es rund 62.000 €, mit mehrjähriger Erfahrung bis zu 84.000 €. Typischer Zugang: Studium. Berechnen Sie Ihr Nettogehalt mit dem Brutto-Netto-Rechner.
Ausbildung & Berufseinstieg
Grundlage ist das Studium der Humanmedizin (Regelstudienzeit 6 Jahre inklusive Praktischem Jahr), das mit dem Staatsexamen und der Approbation als Arzt abschließt. Die Zulassung zum Studium ist bundesweit zulassungsbeschränkt und erfolgt über Abiturnote, Wartezeit oder ergänzende Auswahlverfahren wie den Medizinertest TMS.
Direkt nach der Approbation beginnt die Tätigkeit als Assistenzarzt beziehungsweise Arzt in Weiterbildung. In dieser Phase, die je nach Fachrichtung 5 bis 6 Jahre dauert, sammeln angehende Fachärzte die für die Facharztprüfung vorgeschriebenen Kenntnisse und Fallzahlen unter Anleitung erfahrener Kolleginnen und Kollegen.
Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Assistenzarzt
Das Gehalt von Assistenzärzten richtet sich nach den Tarifverträgen für Ärztinnen und Ärzte (TV-Ärzte) und steigt automatisch mit jedem Weiterbildungsjahr. Einen erheblichen Anteil am tatsächlichen Verdienst haben zusätzlich Bereitschaftsdienste, Rufbereitschaft und Zuschläge für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit, die je nach Klinik und Fachrichtung stark variieren.
- 1
1.–2. Weiterbildungsjahr
62.000 € – 68.000 €0–2 JahreEinstieg auf Station, erste eigenständige Aufgaben unter Supervision, reguläre Dienstbeteiligung.
- 2
3.–4. Weiterbildungsjahr
68.000 € – 75.000 €2–4 JahreZunehmend selbstständige Patientenversorgung, mehr Verantwortung bei Diagnostik und Therapieentscheidungen.
- 3
5.–6. Weiterbildungsjahr
75.000 € – 84.000 €4–6 JahreKurz vor der Facharztreife, hohe fachliche Selbstständigkeit, häufig überdurchschnittlich viele Dienste.
- 4
Facharztreife mit hoher Dienstbelastung
84.000 € – 90.000 €6+ JahreLetzte Phase vor der Facharztprüfung, intensive Prüfungsvorbereitung, oft hohe Zusatzvergütung durch Bereitschaftsdienste.
Der Verdienst während der Weiterbildung lässt sich vor allem über die Anzahl übernommener Bereitschaftsdienste steigern, die je nach Klinik und Fachrichtung mehrere Tausend Euro im Jahr ausmachen können. Unikliniken und Häuser der Maximalversorgung zahlen teils höhere Zulagen als kleinere Krankenhäuser, dafür ist die Arbeitsbelastung oft größer. Mit bestandener Facharztprüfung endet die Assistenzarztzeit, und das Gehalt springt auf das höhere Niveau der Fachärzte.