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Branche Gesundheitswesen

Assistenzarzt: Gehalt & Verdienst 2026

Was verdient ein Assistenzarzt in Deutschland? Durchschnitt, Einstieg, Entwicklung nach Erfahrung sowie Unterschiede nach Bundesland und Stadt.

Zuletzt aktualisiert:

Durchschnitt
88.915 €
brutto / Jahr
Median
78.594 €
brutto / Jahr
Einstieg
62.000 €
Berufseinstieg
Mit Erfahrung
84.000 €
Senior-Level

Gehalt nach Bundesland

Gehalt nach Stadt

StadtØ Gehalt / Jahrvs. Schnitt
München: Assistenzarzt-Gehalt68.206 €-13 %
Frankfurt am Main: Assistenzarzt-Gehalt78.915 €+0 %
Hamburg: Assistenzarzt-Gehalt75.699 €-4 %
Berlin: Assistenzarzt-Gehalt76.300 €-3 %

Gehalt als Assistenzarzt

Gehalt als Assistenzarzt (Arzt in Weiterbildung): Vergütung nach TV-Ärzte vom 1. bis 6. Weiterbildungsjahr, inklusive Zuschläge für Dienste – die erste Stufe der ärztlichen Karriereleiter vor dem Facharzt.

Das durchschnittliche Bruttogehalt als Assistenzarzt liegt bei 88.915 € pro Jahr. Beim Berufseinstieg sind es rund 62.000 €, mit mehrjähriger Erfahrung bis zu 84.000 €. Typischer Zugang: Studium. Berechnen Sie Ihr Nettogehalt mit dem Brutto-Netto-Rechner.

Ausbildung & Berufseinstieg

Dauer
6 Jahre Studium inkl. Praktischem Jahr bis zur Approbation, danach 5–6 Jahre Facharztweiterbildung als Assistenzarzt
Zugang
Approbation als Arzt nach abgeschlossenem Medizinstudium; Zulassung zur Weiterbildungsstelle über die jeweilige Klinik
Vergütung
Das Studium ist unvergütet (im Praktischen Jahr nur geringe Aufwandsentschädigung); als Assistenzarzt im ersten Weiterbildungsjahr liegt das Einstiegsgehalt nach TV-Ärzte bei ca. 62.000 € im Jahr.

Grundlage ist das Studium der Humanmedizin (Regelstudienzeit 6 Jahre inklusive Praktischem Jahr), das mit dem Staatsexamen und der Approbation als Arzt abschließt. Die Zulassung zum Studium ist bundesweit zulassungsbeschränkt und erfolgt über Abiturnote, Wartezeit oder ergänzende Auswahlverfahren wie den Medizinertest TMS.

Direkt nach der Approbation beginnt die Tätigkeit als Assistenzarzt beziehungsweise Arzt in Weiterbildung. In dieser Phase, die je nach Fachrichtung 5 bis 6 Jahre dauert, sammeln angehende Fachärzte die für die Facharztprüfung vorgeschriebenen Kenntnisse und Fallzahlen unter Anleitung erfahrener Kolleginnen und Kollegen.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Assistenzarzt

Das Gehalt von Assistenzärzten richtet sich nach den Tarifverträgen für Ärztinnen und Ärzte (TV-Ärzte) und steigt automatisch mit jedem Weiterbildungsjahr. Einen erheblichen Anteil am tatsächlichen Verdienst haben zusätzlich Bereitschaftsdienste, Rufbereitschaft und Zuschläge für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit, die je nach Klinik und Fachrichtung stark variieren.

  1. 1

    1.–2. Weiterbildungsjahr

    62.000 €68.000 €
    0–2 Jahre

    Einstieg auf Station, erste eigenständige Aufgaben unter Supervision, reguläre Dienstbeteiligung.

  2. 2

    3.–4. Weiterbildungsjahr

    68.000 €75.000 €
    2–4 Jahre

    Zunehmend selbstständige Patientenversorgung, mehr Verantwortung bei Diagnostik und Therapieentscheidungen.

  3. 3

    5.–6. Weiterbildungsjahr

    75.000 €84.000 €
    4–6 Jahre

    Kurz vor der Facharztreife, hohe fachliche Selbstständigkeit, häufig überdurchschnittlich viele Dienste.

  4. 4

    Facharztreife mit hoher Dienstbelastung

    84.000 €90.000 €
    6+ Jahre

    Letzte Phase vor der Facharztprüfung, intensive Prüfungsvorbereitung, oft hohe Zusatzvergütung durch Bereitschaftsdienste.

Der Verdienst während der Weiterbildung lässt sich vor allem über die Anzahl übernommener Bereitschaftsdienste steigern, die je nach Klinik und Fachrichtung mehrere Tausend Euro im Jahr ausmachen können. Unikliniken und Häuser der Maximalversorgung zahlen teils höhere Zulagen als kleinere Krankenhäuser, dafür ist die Arbeitsbelastung oft größer. Mit bestandener Facharztprüfung endet die Assistenzarztzeit, und das Gehalt springt auf das höhere Niveau der Fachärzte.

Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

Was verdient ein Assistenzarzt im ersten Weiterbildungsjahr?
Im ersten Jahr liegt das Grundgehalt nach TV-Ärzte bei rund 62.000 € brutto im Jahr, ohne Zuschläge für Dienste.
Wie stark erhöhen Bereitschaftsdienste das Gehalt?
Deutlich: Je nach Anzahl der übernommenen Dienste und Fachrichtung können die Zuschläge das Grundgehalt um mehrere Tausend Euro im Jahr aufstocken, sodass der Durchschnittsverdienst bei etwa 72.000 € liegt.
Wie entwickelt sich das Gehalt während der Weiterbildung?
Es steigt automatisch mit jedem Weiterbildungsjahr; im 5. oder 6. Jahr, kurz vor der Facharztprüfung, liegt der Verdienst im Schnitt bei rund 84.000 € im Jahr.
Was kommt nach der Assistenzarztzeit?
Nach bestandener Facharztprüfung folgt die Tätigkeit als Facharzt mit deutlich höherem Gehalt, langfristig auch Positionen als Oberarzt oder Chefarzt.
Unterscheidet sich das Gehalt zwischen Uniklinik und kommunalem Krankenhaus?
Die Grundvergütung nach TV-Ärzte ist ähnlich, unterscheidet sich aber je nach Tarifvertrag des Klinikträgers; entscheidender für den Gesamtverdienst sind meist Anzahl und Vergütung der Dienste.

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