Oberarzt: Gehalt & Verdienst 2026
Was verdient ein Oberarzt in Deutschland? Durchschnitt, Einstieg, Entwicklung nach Erfahrung sowie Unterschiede nach Bundesland und Stadt.
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Gehalt nach Bundesland
| Bundesland | Ø Gehalt / Jahr | vs. Schnitt |
|---|---|---|
| Bayern: Oberarzt-Gehalt | 127.439 € | -2 % |
| Baden-Württemberg: Oberarzt-Gehalt | 130.997 € | +0 % |
| Hamburg: Oberarzt-Gehalt | 125.643 € | -4 % |
| Hessen: Oberarzt-Gehalt | 131.279 € | +1 % |
| Nordrhein-Westfalen: Oberarzt-Gehalt | 132.027 € | +1 % |
| Berlin: Oberarzt-Gehalt | 126.641 € | -3 % |
| Rheinland-Pfalz: Oberarzt-Gehalt | 132.160 € | +1 % |
| Bremen: Oberarzt-Gehalt | 131.362 € | +1 % |
| Niedersachsen: Oberarzt-Gehalt | 131.113 € | +1 % |
| Saarland: Oberarzt-Gehalt | 132.560 € | +2 % |
| Schleswig-Holstein: Oberarzt-Gehalt | 127.522 € | -2 % |
| Sachsen: Oberarzt-Gehalt | 129.002 € | -1 % |
| Brandenburg: Oberarzt-Gehalt | 129.617 € | -1 % |
| Thüringen: Oberarzt-Gehalt | 132.160 € | +1 % |
| Sachsen-Anhalt: Oberarzt-Gehalt | 129.268 € | -1 % |
| Mecklenburg-Vorpommern: Oberarzt-Gehalt | 129.916 € | +0 % |
Gehalt nach Stadt
| Stadt | Ø Gehalt / Jahr | vs. Schnitt |
|---|---|---|
| München: Oberarzt-Gehalt | 113.207 € | -13 % |
| Frankfurt am Main: Oberarzt-Gehalt | 130.980 € | +0 % |
| Hamburg: Oberarzt-Gehalt | 125.643 € | -4 % |
| Berlin: Oberarzt-Gehalt | 126.641 € | -3 % |
Gehalt als Oberarzt
Gehalt als Oberarzt: Vergütung nach TV-Ärzte in leitender Funktion, Zulagen und Verdienst als leitender Oberarzt – die Stufe zwischen Facharzt und Chefarzt.
Das durchschnittliche Bruttogehalt als Oberarzt liegt bei 149.667 € pro Jahr. Beim Berufseinstieg sind es rund 110.000 €, mit mehrjähriger Erfahrung bis zu 165.000 €. Typischer Zugang: Studium. Berechnen Sie Ihr Nettogehalt mit dem Brutto-Netto-Rechner.
Ausbildung & Berufseinstieg
Der Titel Oberarzt ist keine eigenständige Ausbildung, sondern eine Funktionsbezeichnung innerhalb der Klinikhierarchie. Voraussetzung ist der abgeschlossene Facharzttitel, der seinerseits ein Medizinstudium (6 Jahre) und eine 5- bis 6-jährige Facharztweiterbildung voraussetzt.
Zum Oberarzt wird man von der Klinik- beziehungsweise Chefarztleitung berufen, in der Regel nach mehreren Jahren erfolgreicher fachärztlicher Tätigkeit und mit nachgewiesener fachlicher wie organisatorischer Führungskompetenz. Die Position umfasst neben der klinischen Arbeit auch Personalverantwortung, etwa für die Anleitung von Assistenzärzten, sowie organisatorische Aufgaben für einen Stations- oder Fachbereich.
Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Oberarzt
Das Gehalt von Oberärzten setzt sich aus dem Grundgehalt nach TV-Ärzte, einer Oberarztzulage für die Übernahme von Führungsverantwortung sowie häufig einer Beteiligung an Honoraren aus der Behandlung von Privatpatienten und Wahlleistungen zusammen, dem sogenannten Poolanteil. Gerade diese Poolbeteiligung sorgt für teils deutliche Unterschiede zwischen Kliniken und Fachrichtungen.
- 1
Berufung zum Oberarzt
108.000 € – 125.000 €0–3 JahreÜbernahme der ersten Führungsverantwortung für einen Stations- oder Fachbereich, Einarbeitung in organisatorische Aufgaben.
- 2
Etablierter Oberarzt
125.000 € – 142.000 €3–8 JahreGefestigte Führungsrolle, feste Einbindung in Dienstplanung und Poolbeteiligung an Privatpatientenhonoraren.
- 3
Erfahrener / leitender Oberarzt
142.000 € – 170.000 €8–15 JahreStellvertretende Leitung der Abteilung, hohe Poolbeteiligung, oft enge Zusammenarbeit mit der Klinikverwaltung.
- 4
Kurz vor Chefarztposition
170.000 € – 210.000 €15+ JahreFaktische Vertretung des Chefarztes, umfassende Budget- und Personalverantwortung, Bewerbung um eigene Chefarztstellen.
Der nächste und letzte Karriereschritt in der klinischen Hierarchie ist die Position als Chefarzt, die deutlich höhere, oft sechsstellige Gehälter mit umfangreicher Budget- und Personalverantwortung verbindet. Auch ohne diesen Schritt lässt sich das Oberarztgehalt über eine höhere Poolbeteiligung, Zusatzqualifikationen oder den Wechsel an eine besser vergütende Klinik – etwa eine Universitätsklinik oder Privatklinik – steigern. Zunehmend attraktiv ist zudem der Wechsel in leitende Positionen der ambulanten Versorgung oder in medizinische Versorgungszentren (MVZ).