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Branche Bildung

Professor: Gehalt & Verdienst 2026

Was verdient ein Professor in Deutschland? Durchschnitt, Einstieg, Entwicklung nach Erfahrung sowie Unterschiede nach Bundesland und Stadt.

Zuletzt aktualisiert:

Durchschnitt
83.850 €
brutto / Jahr
Median
78.364 €
brutto / Jahr
Einstieg
72.000 €
Berufseinstieg
Mit Erfahrung
115.000 €
Senior-Level

Gehalt nach Bundesland

Gehalt als Professor

Gehalt als Professor: W-Besoldung (W1 bis W3) nach Bundesland plus verhandelbare Leistungsbezüge – von der Juniorprofessur bis zum Lehrstuhl.

Das durchschnittliche Bruttogehalt als Professor liegt bei 83.850 € pro Jahr. Beim Berufseinstieg sind es rund 72.000 €, mit mehrjähriger Erfahrung bis zu 115.000 €. Typischer Zugang: Studium. Berechnen Sie Ihr Nettogehalt mit dem Brutto-Netto-Rechner.

Ausbildung & Berufseinstieg

Dauer
kein einheitlicher Ausbildungsweg – Studium (ca. 5 Jahre), Promotion und meist Habilitation bzw. Juniorprofessur, insgesamt oft 8–15 Jahre nach dem Studienabschluss
Zugang
Hochschulstudium mit sehr gutem Abschluss, Promotion zwingend, für Lebenszeitprofessuren i. d. R. Habilitation oder gleichwertige Leistungen
Vergütung
Promotions- und Post-Doc-Phase meist als wissenschaftlicher Mitarbeiter nach TV-L vergütet; Einstieg als Professor (W1) ab ca. 72.000 €/Jahr Grundgehalt

Der Weg zur Professur beginnt mit einem Hochschulstudium (Master, Diplom oder Staatsexamen) und führt über eine mehrjährige Promotion weiter. Für eine Lebenszeitprofessur an einer Universität ist in der Regel zusätzlich eine Habilitation oder eine habilitationsäquivalente Leistung wie eine erfolgreich abgeschlossene Juniorprofessur erforderlich; an Fachhochschulen zählt stattdessen mehrjährige einschlägige Berufspraxis.

Die eigentliche Berufung erfolgt über ein kompetitives Berufungsverfahren mit Lehrproben und Vorträgen vor einer Kommission. Bis zur ersten Professur vergehen nach dem Studienabschluss häufig acht bis fünfzehn Jahre in wissenschaftlichen Qualifikationsstellen.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Professor

Professorengehälter richten sich in Deutschland nach der W-Besoldung (W1 bis W3), deren Grundgehalt je nach Bundesland variiert und durch Leistungsbezüge für Berufungsverhandlungen, besondere Leistungen in Forschung und Lehre oder Funktionsaufgaben spürbar aufgestockt werden kann. Gerade in gefragten Fächern wie Medizin, Wirtschafts- oder Ingenieurwissenschaften fallen diese Zulagen oft erheblich höher aus als die reine Grundbesoldung.

  1. 1

    Juniorprofessur (W1)

    68.000 €78.000 €
    0–4 Jahre

    Eigenständige Forschung und Lehre als Juniorprofessor mit befristetem Vertrag, Qualifizierung für eine unbefristete Professur.

  2. 2

    Professur (W2)

    77.000 €92.000 €
    4–10 Jahre

    Etablierte Lehr- und Forschungstätigkeit, häufig an Fachhochschulen oder als Universitätsprofessur ohne eigenen Lehrstuhl.

  3. 3

    Professur (W3) / Lehrstuhl

    90.000 €120.000 €
    10–20 Jahre

    Leitung eines Lehrstuhls mit Personalverantwortung für den akademischen Mittelbau und eigenständiger Forschungsagenda.

  4. 4

    Lehrstuhl mit hohen Leistungsbezügen

    118.000 €160.000 €
    20+ Jahre

    Renommierte Lehrstuhlinhaber mit umfangreichen Leistungsbezügen, Drittmitteleinwerbung und oft zusätzlichen Funktionsämtern wie Institutsleitung oder Dekanat.

Den größten Hebel für ein höheres Einkommen bieten Berufungs- und Bleibeverhandlungen beim Wechsel auf eine W3-Professur sowie Funktions-Leistungsbezüge etwa als Institutsleitung oder Dekan. In drittmittelstarken und praxisnahen Fächern kommen zudem Einnahmen aus Gutachten, Beratung oder Nebentätigkeiten hinzu, während grundständige W1- und W2-Stellen in der Regel näher am tariflichen Grundgehalt bleiben.

Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

Was verdient ein Professor zum Berufseinstieg?
Der Einstieg erfolgt meist über eine Juniorprofessur (W1) mit einem Grundgehalt ab rund 72.000 € im Jahr, das je nach Bundesland und Zulagen variiert.
Was unterscheidet W1, W2 und W3?
W1 kennzeichnet die befristete Juniorprofessur, W2 vor allem Professuren an Fachhochschulen oder Universitätsprofessuren ohne Lehrstuhl, W3 den unbefristeten Lehrstuhl mit dem höchsten Grundgehalt von rund 92.000 € bis über 115.000 €.
Wie kommt ein höheres Professorengehalt zustande?
Neben der Besoldungsstufe entscheiden vor allem individuell ausgehandelte Leistungsbezüge bei Berufung oder Bleibeverhandlungen über die tatsächliche Höhe, wodurch das Gesamtgehalt deutlich über dem Grundgehalt liegen kann.
In welchen Fächern verdienen Professoren am meisten?
Besonders in Medizin, Rechts-, Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften lassen sich durch Nebentätigkeiten, Gutachten und hohe Leistungsbezüge Gesamteinkommen deutlich über 115.000 € erzielen, während geisteswissenschaftliche Fächer näher am Grundgehalt bleiben.
Wie sind die Karriereaussichten auf dem Weg zur Professur?
Der Weg ist lang und der Wettbewerb um unbefristete Stellen hoch, da deutlich mehr Promovierte als W3-Stellen zur Verfügung stehen; wer die Qualifikationsphase erfolgreich durchläuft, hat aber gute Aussichten auf eine sichere Lebenszeitstelle.

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