Richter: Gehalt & Verdienst 2026
Was verdient ein Richter in Deutschland? Durchschnitt, Einstieg, Entwicklung nach Erfahrung sowie Unterschiede nach Bundesland und Stadt.
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Gehalt nach Bundesland
| Bundesland | Ø Gehalt / Jahr | vs. Schnitt |
|---|---|---|
| Bayern: Richter-Gehalt | 96.873 € | +0 % |
| Baden-Württemberg: Richter-Gehalt | 97.139 € | +0 % |
| Hamburg: Richter-Gehalt | 101.946 € | +5 % |
| Hessen: Richter-Gehalt | 102.130 € | +5 % |
| Berlin: Richter-Gehalt | 100.944 € | +4 % |
| Nordrhein-Westfalen: Richter-Gehalt | 99.819 € | +3 % |
| Bremen: Richter-Gehalt | 96.709 € | +0 % |
| Rheinland-Pfalz: Richter-Gehalt | 93.333 € | -4 % |
| Niedersachsen: Richter-Gehalt | 93.354 € | -4 % |
| Schleswig-Holstein: Richter-Gehalt | 96.382 € | -1 % |
| Saarland: Richter-Gehalt | 95.461 € | -2 % |
| Brandenburg: Richter-Gehalt | 94.643 € | -3 % |
| Sachsen: Richter-Gehalt | 91.758 € | -6 % |
| Sachsen-Anhalt: Richter-Gehalt | 92.372 € | -5 % |
| Thüringen: Richter-Gehalt | 89.835 € | -8 % |
| Mecklenburg-Vorpommern: Richter-Gehalt | 91.615 € | -6 % |
Gehalt als Richter
Gehalt als Richter: R-Besoldung von R1 bis R3 nach Bundesland und Erfahrungsstufe – vom Proberichter am Amtsgericht bis zum Vorsitzenden Richter am Oberlandesgericht.
Das durchschnittliche Bruttogehalt als Richter liegt bei 94.293 € pro Jahr. Beim Berufseinstieg sind es rund 62.000 €, mit mehrjähriger Erfahrung bis zu 110.000 €. Typischer Zugang: Studium. Berechnen Sie Ihr Nettogehalt mit dem Brutto-Netto-Rechner.
Ausbildung & Berufseinstieg
Der Weg zum Richteramt führt ausschließlich über ein Studium der Rechtswissenschaften, das mit dem Ersten Staatsexamen abschließt, gefolgt vom zweijährigen Rechtsreferendariat mit Stationen bei Gericht, Staatsanwaltschaft, Verwaltung und Anwaltschaft. Erst das anschließende Zweite Staatsexamen verleiht die gesetzlich vorgeschriebene Befähigung zum Richteramt.
Die Einstellung als Richterin oder Richter auf Probe erfolgt danach meist nur mit überdurchschnittlichen Examensnoten, insbesondere bei gefragten Landesjustizverwaltungen. Nach einer mehrjährigen Erprobungszeit erfolgt bei Bewährung die Ernennung auf Lebenszeit.
Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Richter
Richtergehälter folgen der gesetzlich festgelegten R-Besoldung, die nach Bundesland und Erfahrungsstufe innerhalb der jeweiligen Besoldungsgruppe gestaffelt ist. Anders als in vielen anderen Berufen steigt das Gehalt weniger durch Verhandlung als durch den Aufstieg in höhere Besoldungsgruppen – etwa durch die Übernahme eines Vorsitzes oder einer Führungsfunktion am Gericht.
- 1
Proberichter (R1)
62.000 € – 72.000 €0–3 JahreEinstieg am Amts- oder Landgericht direkt nach den Staatsexamina, Erprobungszeit vor der Ernennung auf Lebenszeit.
- 2
Richter auf Lebenszeit (R1)
72.000 € – 92.000 €3–12 JahreEigenverantwortliche Verhandlungsführung nach Ernennung auf Lebenszeit, Aufstieg innerhalb der R1-Erfahrungsstufen.
- 3
Vorsitzender Richter (R2)
92.000 € – 115.000 €12–22 JahreVorsitz einer Kammer am Landgericht oder Tätigkeit am Oberlandesgericht, Besoldungsgruppe R2.
- 4
Senatsvorsitz / Gerichtspräsidium (R3+)
115.000 € – 150.000 €22+ JahreVorsitzender Richter am Oberlandesgericht, Gerichtspräsidentin oder Richter am Bundesgerichtshof, Besoldungsgruppe R3 bis R6.
Zwischen den Bundesländern gibt es bei der R-Besoldung teils spürbare Unterschiede von mehreren Tausend Euro im Jahr, da jedes Land seine Besoldungstabellen eigenständig festlegt. Der wichtigste Hebel für ein höheres Gehalt ist der Aufstieg von R1 über R2 bis R3 und höher, etwa als Vorsitzende Richterin bzw. Vorsitzender Richter, im Senatsvorsitz oder Gerichtspräsidium; eine klassische Selbstständigkeit ist im Richterverhältnis nicht möglich, wohl aber der spätere Wechsel in die Anwaltschaft, Wissenschaft oder Verwaltung.