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Branche Verwaltung · Rang 20 von 174

Richter: Gehalt & Verdienst 2026

94.293 € brutto im Jahr, 69 % über dem Median aller erfassten Berufe (55.881 €). Zwischen Einstieg (62.000 €) und oberster Karrierestufe (150.000 €) liegt mehr als das 2,4-Fache.

Zuletzt aktualisiert:

Durchschnitt
94.293 €
brutto / Jahr
Median
97.159 €
brutto / Jahr
Einstieg
62.000 €
Berufseinstieg
Mit Erfahrung
110.000 €
Senior-Level

Was verdient ein Richter? 94.293 € im Schnitt

Gehalt als Richter: R-Besoldung von R1 bis R3 nach Bundesland und Erfahrungsstufe – vom Proberichter am Amtsgericht bis zum Vorsitzenden Richter am Oberlandesgericht.

Mit 94.293 € im Jahr liegt der Beruf auf Rang 20 von 174 – 69 % über dem Median aller hier erfassten Berufe von 55.881 €. 89 % der Berufe verdienen weniger. Innerhalb der Branche Verwaltung ist das Rang 4 von 17, 66 % über dem Branchenmedian von 56.844 €. Über die Karriere hinweg verschiebt sich die Zahl deutlich: von 62.000 € auf der Einstiegsstufe auf bis zu 150.000 € auf der obersten der 4 Stufen – ein Zuwachs von 142 %. Regional reicht die Spanne von 89.835 € in Thüringen bis 102.130 € in Hessen – 14 % Unterschied allein durch den Arbeitsort.

Richter in der Branche Verwaltung: Rang 4 von 17

Richter im Gehaltsvergleich mit 6 verwandten BerufenDurchschnittsgehalt als Richter im Vergleich: Bundestagsabgeordneter 142.000 €; Rechtsanwalt 135.038 €; Notar 114.495 €; Richter 94.293 €; Staatsanwalt 92.646 €; Personalreferent 75.717 €; Bürokauffrau 57.416 €.57.416 €142.000 €Bundestagsabgeordneter142.000 €Rechtsanwalt135.038 €Notar114.495 €Richter94.293 €Staatsanwalt92.646 €Personalreferent75.717 €Bürokauffrau57.416 €
Richter im Vergleich: Branche Verwaltung – 94.293 € gegenüber 142.000 € für Bundestagsabgeordneter an der Spitze und 57.416 € für Bürokauffrau am unteren Ende der Gruppe. Durchschnittliches Jahresbrutto; die Achse beginnt nicht bei null.

Studium und Berufseinstieg als Richter

Dauer
rund 7 Jahre (4–5 Jahre Studium plus 2 Jahre Referendariat) bis zur Befähigung zum Richteramt
Zugang
Abitur und ein häufig zulassungsbeschränkter Studienplatz Rechtswissenschaften, zwei Staatsexamina mit überdurchschnittlichem Ergebnis für die Einstellung
Vergütung
während des Studiums i. d. R. keine Vergütung; im Referendariat Unterhaltsbeihilfe von rund 1.300 € im Monat; nach der Einstellung als Proberichterin oder Proberichter direkt die volle R1-Besoldung von rund 62.000 € im Jahr

Der Weg zum Richteramt führt ausschließlich über ein Studium der Rechtswissenschaften, das mit dem Ersten Staatsexamen abschließt, gefolgt vom zweijährigen Rechtsreferendariat mit Stationen bei Gericht, Staatsanwaltschaft, Verwaltung und Anwaltschaft. Erst das anschließende Zweite Staatsexamen verleiht die gesetzlich vorgeschriebene Befähigung zum Richteramt.

Die Einstellung als Richterin oder Richter auf Probe erfolgt danach meist nur mit überdurchschnittlichen Examensnoten, insbesondere bei gefragten Landesjustizverwaltungen. Nach einer mehrjährigen Erprobungszeit erfolgt bei Bewährung die Ernennung auf Lebenszeit.

Vom Einstieg zur Spitzenposition: 142 % Zuwachs als Richter

Richtergehälter folgen der gesetzlich festgelegten R-Besoldung, die nach Bundesland und Erfahrungsstufe innerhalb der jeweiligen Besoldungsgruppe gestaffelt ist. Anders als in vielen anderen Berufen steigt das Gehalt weniger durch Verhandlung als durch den Aufstieg in höhere Besoldungsgruppen – etwa durch die Übernahme eines Vorsitzes oder einer Führungsfunktion am Gericht.

Gehaltsentwicklung als Richter: 62.000 € bis 150.000 €Gehaltsspannen als Richter nach Karrierestufe: Proberichter (R1) (0–3 Jahre) 62.000 € bis 72.000 €; Richter auf Lebenszeit (R1) (3–12 Jahre) 72.000 € bis 92.000 €; Vorsitzender Richter (R2) (12–22 Jahre) 92.000 € bis 115.000 €; Senatsvorsitz / Gerichtspräsidium (R3+) (22+ Jahre) 115.000 € bis 150.000 €.62.000 €150.000 €Proberichter0–3 Jahre72.000 €Richter auf Lebenszeit3–12 Jahre92.000 €Vorsitzender Richter12–22 Jahre115.000 €Senatsvorsitz / Gericht…22+ Jahre150.000 €
Gehaltsspannen als Richter nach Karrierestufe – von 62.000 € auf der Einstiegsstufe bis 150.000 € auf der obersten der 4 Stufen. Jahresbrutto, Datenstand 2026.
  1. 1

    Proberichter (R1)

    62.000 € – 72.000 €
    0–3 Jahre

    Einstieg am Amts- oder Landgericht direkt nach den Staatsexamina, Erprobungszeit vor der Ernennung auf Lebenszeit.

  2. 2

    Richter auf Lebenszeit (R1)

    72.000 € – 92.000 €
    3–12 Jahre

    Eigenverantwortliche Verhandlungsführung nach Ernennung auf Lebenszeit, Aufstieg innerhalb der R1-Erfahrungsstufen.

  3. 3

    Vorsitzender Richter (R2)

    92.000 € – 115.000 €
    12–22 Jahre

    Vorsitz einer Kammer am Landgericht oder Tätigkeit am Oberlandesgericht, Besoldungsgruppe R2.

  4. 4

    Senatsvorsitz / Gerichtspräsidium (R3+)

    115.000 € – 150.000 €
    22+ Jahre

    Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht, Gerichtspräsidentin oder Richter am Bundesgerichtshof, Besoldungsgruppe R3 bis R6.

Zwischen den Bundesländern gibt es bei der R-Besoldung teils spürbare Unterschiede von mehreren Tausend Euro im Jahr, da jedes Land seine Besoldungstabellen eigenständig festlegt. Der wichtigste Hebel für ein höheres Gehalt ist der Aufstieg von R1 über R2 bis R3 und höher, etwa als Vorsitzende Richterin bzw. Vorsitzender Richter, im Senatsvorsitz oder Gerichtspräsidium; eine klassische Selbstständigkeit ist im Richterverhältnis nicht möglich, wohl aber der spätere Wechsel in die Anwaltschaft, Wissenschaft oder Verwaltung.

Richter-Gehalt nach Bundesland: Hessen vorn, Thüringen am Ende

Von den 94.293 € brutto bleibt je nach Steuerklasse, Bundesland und Kirchensteuer ein sehr unterschiedlicher Nettobetrag übrig. Wie viel es im eigenen Fall ist, rechnet der Netto-Rechner für das Richter-Gehalt aus – für die Einstiegsstufe ab 62.000 € genauso wie für die oberste Stufe bis 150.000 €.

Häufige Fragen zum Beruf Richter

Was verdient ein Proberichter oder eine Proberichterin zu Beginn?
Der Einstieg nach den beiden Staatsexamina liegt bei rund 62.000 € brutto im Jahr in der Besoldungsgruppe R1.
Wie entwickelt sich das Gehalt im Laufe der Richterlaufbahn?
Innerhalb von R1 steigt das Gehalt über Erfahrungsstufen auf durchschnittlich rund 88.000 €. Mit der Übernahme eines Vorsitzes oder einer Führungsfunktion folgt der Sprung in die Besoldungsgruppe R2 und später R3.
Gibt es Gehaltsunterschiede zwischen den Bundesländern?
Ja, da jedes Bundesland seine R-Besoldung eigenständig festlegt, gibt es Unterschiede von mehreren Tausend Euro im Jahr zwischen den Ländern.
Ist der Richterberuf zukunftssicher?
Ja, das Richterverhältnis bietet eine dem Beamtenstatus vergleichbare hohe Absicherung, zudem besteht in vielen Bundesländern ein spürbarer Bedarf an juristischem Nachwuchs.
Was verdient ein Vorsitzender Richter oder eine Gerichtspräsidentin?
In Führungspositionen wie dem Senatsvorsitz am Oberlandesgericht oder als Gerichtspräsidentin sind je nach Besoldungsgruppe R3 aufwärts Jahresgehälter von rund 110.000 € bis über 150.000 € möglich.

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