Zum Inhalt springen
Gehalts.info LogoGehalts.info
Branche Handwerk

Schornsteinfeger: Gehalt & Verdienst 2026

Was verdient ein Schornsteinfeger in Deutschland? Durchschnitt, Einstieg, Entwicklung nach Erfahrung sowie Unterschiede nach Bundesland und Stadt.

Zuletzt aktualisiert:

Durchschnitt
51.307 €
brutto / Jahr
Median
50.629 €
brutto / Jahr
Einstieg
33.000 €
Berufseinstieg
Mit Erfahrung
50.000 €
Senior-Level

Gehalt nach Bundesland

Gehalt als Schornsteinfeger

Gehalt als Schornsteinfeger: Verdienst als Geselle und als bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger mit eigenem Kehrbezirk – inklusive Mess- und Prüftätigkeiten.

Das durchschnittliche Bruttogehalt als Schornsteinfeger liegt bei 51.307 € pro Jahr. Beim Berufseinstieg sind es rund 33.000 €, mit mehrjähriger Erfahrung bis zu 50.000 €. Typischer Zugang: Ausbildung. Berechnen Sie Ihr Nettogehalt mit dem Brutto-Netto-Rechner.

Ausbildung & Berufseinstieg

Dauer
3 Jahre (duale Ausbildung), danach mehrjährige Gesellenzeit bis zur Meisterprüfung
Zugang
rechtlich keine feste Vorgabe – meist Hauptschul- oder mittlerer Schulabschluss
Vergütung
ca. 650 € (1. Jahr) bis 1.000 € (3. Jahr) laut Tarifvertrag des Schornsteinfegerhandwerks

Der Weg in den Beruf führt über die duale Ausbildung zum Schornsteinfeger, die drei Jahre dauert und Kenntnisse in Feuerungs-, Heizungs- und Lüftungstechnik, Emissionsmessung sowie Brandschutz vermittelt. Neben dem klassischen Kehren und Reinigen von Schornsteinen gehören heute vor allem Prüf- und Beratungsaufgaben rund um Heizungsanlagen, Abgaswege und Immissionsschutz zum Alltag.

Nach der Gesellenprüfung folgen meist mehrere Jahre praktische Erfahrung, bevor die Meisterprüfung abgelegt werden kann. Erst mit dem Meistertitel und einer erfolgreichen Bewerbung um einen freien Kehrbezirk ist die Bestellung zum bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger möglich – eine hoheitliche Tätigkeit mit eigenverantwortlicher Bezirksführung.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Schornsteinfeger

Das Gehalt im Schornsteinfegerhandwerk steigt in klar erkennbaren Stufen: vom angestellten Gesellen über den Meistertitel bis zur Bestellung als bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger mit eigenem Kehrbezirk, die deutlich mehr Verantwortung und Verdienstmöglichkeiten mit sich bringt. Zusätzliche Leistungen wie Energieberatung oder die Prüfung von Wärmepumpen und Lüftungsanlagen gewinnen zunehmend an Bedeutung.

  1. 1

    Berufseinstieg als Geselle

    31.000 €36.000 €
    0–2 Jahre

    Kehr-, Reinigungs- und einfache Prüfarbeiten unter Anleitung eines Bezirksschornsteinfegers.

  2. 2

    Mit Berufserfahrung

    35.000 €44.000 €
    2–6 Jahre

    Eigenständige Durchführung von Feuerstättenschauen, Emissionsmessungen und Abnahmen.

  3. 3

    Nach Meisterprüfung

    43.000 €52.000 €
    6–12 Jahre

    Übernahme anspruchsvoller Prüf- und Beratungsaufgaben, teils Vertretung des Bezirksschornsteinfegers.

  4. 4

    Bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger

    51.000 €68.000 €
    12+ Jahre

    Eigenverantwortliche Führung eines Kehrbezirks inklusive hoheitlicher Prüfaufgaben und Kundenmanagement.

Die hoheitlichen Aufgaben wie Feuerstättenschau und Emissionsmessung sichern dem Berufsstand eine krisenfeste Nachfrage, auch wenn der langfristige Rückgang fossiler Heizungen die Tätigkeit verändert. Gleichzeitig entstehen durch die Energiewende neue Aufgabenfelder wie die Prüfung von Wärmepumpen, Lüftungsanlagen und Blower-Door-Tests, sodass sich zusätzliche Qualifikationen in der Energieberatung finanziell lohnen können.

Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

Was verdient ein Schornsteinfeger zum Berufseinstieg?
Der Einstieg als angestellter Geselle liegt bei rund 33.000 € brutto im Jahr, umgerechnet etwa 2.500 bis 2.700 € brutto im Monat.
Wie verdient man als Schornsteinfeger deutlich mehr?
Der wichtigste Schritt ist die Meisterprüfung mit anschließender Bestellung zum bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger mit eigenem Kehrbezirk; hier sind Gehälter von 50.000 € und mehr realistisch.
Was verdient ein bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger?
Als eigenverantwortlicher Leiter eines Kehrbezirks mit hoheitlichen Prüfaufgaben liegt das Einkommen meist deutlich über dem eines angestellten Gesellen und kann je nach Bezirksgröße 60.000 € und mehr erreichen.
Ist der Beruf des Schornsteinfegers zukunftssicher?
Ja, die hoheitlichen Prüf- und Sicherheitsaufgaben bleiben gesetzlich vorgeschrieben, zusätzlich wachsen durch die Energiewende neue Tätigkeitsfelder rund um Wärmepumpen und Lüftungstechnik.
Was unterscheidet den Schornsteinfeger von anderen Handwerksberufen?
Als einziger Handwerksberuf mit hoheitlichen Befugnissen prüft der Schornsteinfeger im Auftrag des Staates Feuerstätten und Emissionswerte, was für eine besonders sichere und unabhängige Auftragslage sorgt.

Weitere Berufe in der Branche Handwerk

Passende Beiträge aus dem Blog