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Branche Verwaltung · Rang 14 von 174

Notar: Gehalt & Verdienst 2026

Mit 114.495 € brutto im Jahr gehört der Beruf zu den bestbezahlten in Deutschland – Rang 14 von 174 erfassten Berufen. Zwischen Einstieg (70.000 €) und oberster Karrierestufe (350.000 €) liegt mehr als das 5-Fache.

Zuletzt aktualisiert:

Durchschnitt
114.495 €
brutto / Jahr
Median
97.475 €
brutto / Jahr
Einstieg
70.000 €
Berufseinstieg
Mit Erfahrung
200.000 €
Senior-Level

Notar-Gehalt: 114.495 € und damit unter den Top 25

Einkommen als Notar: Gebühreneinnahmen nach GNotKG abzüglich Kanzleikosten – stark abhängig vom Urkundenaufkommen der Region. Angestellte Notarassessoren verdienen deutlich weniger als etablierte Notare.

Mit 114.495 € im Jahr liegt der Beruf auf Rang 14 von 174 – 105 % über dem Median aller hier erfassten Berufe von 55.881 €. 92 % der Berufe verdienen weniger. Innerhalb der Branche Verwaltung ist das Rang 3 von 17, 101 % über dem Branchenmedian von 56.844 €. Über die Karriere hinweg verschiebt sich die Zahl deutlich: von 70.000 € auf der Einstiegsstufe auf bis zu 350.000 € auf der obersten der 4 Stufen – ein Zuwachs von 400 %. Regional reicht die Spanne von 90.127 € in Thüringen bis 102.463 € in Hessen – 14 % Unterschied allein durch den Arbeitsort.

Notar in der Branche Verwaltung: Rang 3 von 17

Notar im Gehaltsvergleich mit 6 verwandten BerufenDurchschnittsgehalt als Notar im Vergleich: Bundestagsabgeordneter 142.000 €; Rechtsanwalt 135.038 €; Notar 114.495 €; Richter 94.293 €; Staatsanwalt 92.646 €; Personalreferent 75.717 €; Bürokauffrau 57.416 €.57.416 €142.000 €Bundestagsabgeordneter142.000 €Rechtsanwalt135.038 €Notar114.495 €Richter94.293 €Staatsanwalt92.646 €Personalreferent75.717 €Bürokauffrau57.416 €
Notar im Vergleich: Branche Verwaltung – 114.495 € gegenüber 142.000 € für Bundestagsabgeordneter an der Spitze und 57.416 € für Bürokauffrau am unteren Ende der Gruppe. Durchschnittliches Jahresbrutto; die Achse beginnt nicht bei null.

Studium und Berufseinstieg als Notar

Dauer
rund 9–10 Jahre (Studium, Referendariat, notarielle Fachprüfung und mehrjährige Vorbereitungszeit) bis zur eigenen Bestellung
Zugang
Volljurist mit zwei Staatsexamina, zusätzliche notarielle Fachprüfung sowie Bestellung durch die Landesjustizverwaltung nach regional begrenztem Bedarf
Vergütung
Studium unvergütet; als angestellter Notarassessor Gehalt vergleichbar einem juristischen Berufseinstieg von etwa 45.000 bis 55.000 € im Jahr; nach eigener Bestellung Einkommen aus Gebühren statt Festgehalt, im Mittel ab rund 70.000 € im Jahr

Der Weg zum Notaramt beginnt wie bei Richtern und Rechtsanwälten mit einem Studium der Rechtswissenschaften und beiden Staatsexamina. Wer danach Notarin oder Notar werden möchte, muss zusätzlich eine notarielle Fachprüfung ablegen und durchläuft anschließend eine mehrjährige Vorbereitungszeit als angestellter Notarassessor bei einem bestehenden Notariat oder der Notarkammer.

Die eigentliche Bestellung zur Notarin oder zum Notar erfolgt danach durch die Landesjustizverwaltung – die Zahl der Notarstellen ist regional begrenzt und richtet sich nach dem Bedarf, sodass die Zulassung ausgesprochen wettbewerbsintensiv ist. In Teilen Baden-Württembergs bestehen zudem noch Übergangsregelungen für das historische Anwaltsnotariat, während bundesweit inzwischen überwiegend das reine Notariat gilt.

Vom Einstieg zur Spitzenposition: 400 % Zuwachs als Notar

Anders als bei angestellten Berufen hängt das Einkommen als Notarin oder Notar nicht von Dienstjahren oder Tarifstufen ab, sondern vom Urkundenaufkommen des jeweiligen Amtssitzes: Die Gebühren richten sich nach dem gesetzlich festgelegten Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) und werden abzüglich der Kanzleikosten zum persönlichen Einkommen. Entsprechend groß ist die Spanne zwischen kleinen Landnotariaten und stark nachgefragten Notariaten in wirtschaftsstarken Regionen.

Gehaltsentwicklung als Notar: 70.000 € bis 350.000 €Gehaltsspannen als Notar nach Karrierestufe: Berufseinstieg / Notarassessor (0–3 Jahre) 70.000 € bis 95.000 €; Etabliertes Notariat (3–10 Jahre) 95.000 € bis 130.000 €; Gut ausgelastetes Notariat (10–20 Jahre) 130.000 € bis 210.000 €; Stark nachgefragtes Notariat (Ballungsraum) (20+ Jahre) 210.000 € bis 350.000 €.70.000 €350.000 €Berufseinstieg / Notara…0–3 Jahre95.000 €Etabliertes Notariat3–10 Jahre130.000 €Gut ausgelastetes Notar…10–20 Jahre210.000 €Stark nachgefragtes Not…20+ Jahre350.000 €
Gehaltsspannen als Notar nach Karrierestufe – von 70.000 € auf der Einstiegsstufe bis 350.000 € auf der obersten der 4 Stufen. Jahresbrutto, Datenstand 2026.
  1. 1

    Berufseinstieg / Notarassessor

    70.000 € – 95.000 €
    0–3 Jahre

    Übernahme eines Notariats mit noch aufzubauendem Mandantenstamm oder Tätigkeit in der Vorbereitungszeit als Notarassessor.

  2. 2

    Etabliertes Notariat

    95.000 € – 130.000 €
    3–10 Jahre

    Gewachsener Mandantenstamm mit regelmäßigem Urkundengeschäft in Immobilien-, Gesellschafts- und Erbrecht.

  3. 3

    Gut ausgelastetes Notariat

    130.000 € – 210.000 €
    10–20 Jahre

    Hohes Urkundenaufkommen, häufig in wirtschaftsstarken Regionen oder Großstädten, teils in Sozietät mit weiteren Notaren.

  4. 4

    Stark nachgefragtes Notariat (Ballungsraum)

    210.000 € – 350.000 €
    20+ Jahre

    Sehr hohes Urkundenaufkommen etwa im Immobilien- oder Gesellschaftsrecht einer Metropolregion; das Einkommen variiert stark je nach Standort und Kanzleigröße.

Das mit Abstand größte Gehaltspotenzial bietet die Wahl bzw. Zuweisung des Amtssitzes: Notariate in Großstädten und wirtschaftsstarken Ballungsräumen mit hohem Immobilien- und Gesellschaftsrechtsgeschäft erzielen deutlich höhere Einnahmen als ländliche Standorte. Weitere Hebel sind die Spezialisierung etwa auf Immobilien-, Gesellschafts- oder Erbrecht sowie die Bildung einer Sozietät mit weiteren Notaren oder Rechtsanwälten zur Kostenteilung; da die Zahl der Notarstellen behördlich reguliert ist, bleibt der Zugang zum Amt selbst jedoch der entscheidende Engpass.

Notar-Gehalt nach Bundesland: Hessen vorn, Thüringen am Ende

BundeslandØ Gehalt / Jahrvs. Schnitt
Bayern: Notar-Gehalt97.188 €+0 %
Hamburg: Notar-Gehalt102.278 €+5 %
Hessen: Notar-Gehalt102.463 €+5 %
Baden-Württemberg: Notar-Gehalt97.454 €+0 %
Berlin: Notar-Gehalt101.272 €+4 %
Nordrhein-Westfalen: Notar-Gehalt100.143 €+3 %
Rheinland-Pfalz: Notar-Gehalt93.637 €-4 %
Niedersachsen: Notar-Gehalt93.657 €-4 %
Bremen: Notar-Gehalt97.023 €+0 %
Schleswig-Holstein: Notar-Gehalt96.695 €-1 %
Saarland: Notar-Gehalt95.771 €-2 %
Sachsen: Notar-Gehalt92.056 €-6 %
Brandenburg: Notar-Gehalt94.950 €-3 %
Thüringen: Notar-Gehalt90.127 €-8 %
Sachsen-Anhalt: Notar-Gehalt92.672 €-5 %
Mecklenburg-Vorpommern: Notar-Gehalt91.913 €-6 %

Notar-Gehalt im Städtevergleich: Spitzenreiter Frankfurt am Main

StadtØ Gehalt / Jahrvs. Schnitt
Frankfurt am Main: Notar-Gehalt116.892 €+20 %
München: Notar-Gehalt114.285 €+17 %
Hamburg: Notar-Gehalt102.278 €+5 %
Düsseldorf: Notar-Gehalt109.954 €+13 %

Von den 114.495 € brutto bleibt je nach Steuerklasse, Bundesland und Kirchensteuer ein sehr unterschiedlicher Nettobetrag übrig. Wie viel es im eigenen Fall ist, rechnet der Netto-Rechner für das Notar-Gehalt aus – für die Einstiegsstufe ab 70.000 € genauso wie für die oberste Stufe bis 350.000 €.

Häufige Fragen zum Beruf Notar

Was verdient eine Notarin oder ein Notar zu Beginn?
Nach der eigenen Bestellung liegt das Einkommen im Schnitt bei rund 70.000 € im Jahr, kann in der Aufbauphase mit noch kleinem Mandantenstamm aber auch darunter liegen.
Wovon hängt das Einkommen als Notar hauptsächlich ab?
Entscheidend ist nicht die Berufserfahrung, sondern das Urkundenaufkommen des Amtssitzes – also wie viele Beurkundungen etwa im Immobilien- oder Gesellschaftsrecht anfallen.
Wo verdienen Notare am meisten?
In wirtschaftsstarken Großstädten und Ballungsräumen mit hohem Immobilien- und Unternehmenstransaktionsvolumen liegen die Einkommen erfahrener Notare oft bei 200.000 € und mehr im Jahr.
Ist der Beruf des Notars zukunftssicher?
Ja, das Amt ist gesetzlich geschützt und die Zahl der Notarstellen wird von der Landesjustizverwaltung reguliert, was für eine hohe Einkommenssicherheit sorgt. Der Zugang zum Amt selbst ist allerdings begrenzt und wettbewerbsintensiv.
Wie unterscheidet sich das Einkommen von dem eines Rechtsanwalts?
Notare rechnen nach der gesetzlich festen Gebührenordnung (GNotKG) ab, während Rechtsanwälte ihre Honorare freier verhandeln oder nach RVG abrechnen. Dadurch ist das Einkommen von Notaren oft planbarer und im Schnitt höher, der Zugang zum Amt aber deutlich stärker limitiert.

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