Notar: Gehalt & Verdienst 2026
Was verdient ein Notar in Deutschland? Durchschnitt, Einstieg, Entwicklung nach Erfahrung sowie Unterschiede nach Bundesland und Stadt.
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Gehalt nach Bundesland
| Bundesland | Ø Gehalt / Jahr | vs. Schnitt |
|---|---|---|
| Bayern: Notar-Gehalt | 97.188 € | +0 % |
| Hamburg: Notar-Gehalt | 102.278 € | +5 % |
| Hessen: Notar-Gehalt | 102.463 € | +5 % |
| Baden-Württemberg: Notar-Gehalt | 97.454 € | +0 % |
| Berlin: Notar-Gehalt | 101.272 € | +4 % |
| Nordrhein-Westfalen: Notar-Gehalt | 100.143 € | +3 % |
| Rheinland-Pfalz: Notar-Gehalt | 93.637 € | -4 % |
| Niedersachsen: Notar-Gehalt | 93.657 € | -4 % |
| Bremen: Notar-Gehalt | 97.023 € | +0 % |
| Schleswig-Holstein: Notar-Gehalt | 96.695 € | -1 % |
| Saarland: Notar-Gehalt | 95.771 € | -2 % |
| Sachsen: Notar-Gehalt | 92.056 € | -6 % |
| Brandenburg: Notar-Gehalt | 94.950 € | -3 % |
| Thüringen: Notar-Gehalt | 90.127 € | -8 % |
| Sachsen-Anhalt: Notar-Gehalt | 92.672 € | -5 % |
| Mecklenburg-Vorpommern: Notar-Gehalt | 91.913 € | -6 % |
Gehalt nach Stadt
| Stadt | Ø Gehalt / Jahr | vs. Schnitt |
|---|---|---|
| Frankfurt am Main: Notar-Gehalt | 116.892 € | +20 % |
| München: Notar-Gehalt | 114.285 € | +17 % |
| Hamburg: Notar-Gehalt | 102.278 € | +5 % |
| Düsseldorf: Notar-Gehalt | 109.954 € | +13 % |
Gehalt als Notar
Einkommen als Notar: Gebühreneinnahmen nach GNotKG abzüglich Kanzleikosten – stark abhängig vom Urkundenaufkommen der Region. Angestellte Notarassessoren verdienen deutlich weniger als etablierte Notare.
Das durchschnittliche Bruttogehalt als Notar liegt bei 114.495 € pro Jahr. Beim Berufseinstieg sind es rund 70.000 €, mit mehrjähriger Erfahrung bis zu 200.000 €. Typischer Zugang: Studium. Berechnen Sie Ihr Nettogehalt mit dem Brutto-Netto-Rechner.
Ausbildung & Berufseinstieg
Der Weg zum Notaramt beginnt wie bei Richtern und Rechtsanwälten mit einem Studium der Rechtswissenschaften und beiden Staatsexamina. Wer danach Notarin oder Notar werden möchte, muss zusätzlich eine notarielle Fachprüfung ablegen und durchläuft anschließend eine mehrjährige Vorbereitungszeit als angestellter Notarassessor bei einem bestehenden Notariat oder der Notarkammer.
Die eigentliche Bestellung zur Notarin oder zum Notar erfolgt danach durch die Landesjustizverwaltung – die Zahl der Notarstellen ist regional begrenzt und richtet sich nach dem Bedarf, sodass die Zulassung ausgesprochen wettbewerbsintensiv ist. In Teilen Baden-Württembergs bestehen zudem noch Übergangsregelungen für das historische Anwaltsnotariat, während bundesweit inzwischen überwiegend das reine Notariat gilt.
Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Notar
Anders als bei angestellten Berufen hängt das Einkommen als Notarin oder Notar nicht von Dienstjahren oder Tarifstufen ab, sondern vom Urkundenaufkommen des jeweiligen Amtssitzes: Die Gebühren richten sich nach dem gesetzlich festgelegten Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) und werden abzüglich der Kanzleikosten zum persönlichen Einkommen. Entsprechend groß ist die Spanne zwischen kleinen Landnotariaten und stark nachgefragten Notariaten in wirtschaftsstarken Regionen.
- 1
Berufseinstieg / Notarassessor
70.000 € – 95.000 €0–3 JahreÜbernahme eines Notariats mit noch aufzubauendem Mandantenstamm oder Tätigkeit in der Vorbereitungszeit als Notarassessor.
- 2
Etabliertes Notariat
95.000 € – 130.000 €3–10 JahreGewachsener Mandantenstamm mit regelmäßigem Urkundengeschäft in Immobilien-, Gesellschafts- und Erbrecht.
- 3
Gut ausgelastetes Notariat
130.000 € – 210.000 €10–20 JahreHohes Urkundenaufkommen, häufig in wirtschaftsstarken Regionen oder Großstädten, teils in Sozietät mit weiteren Notaren.
- 4
Stark nachgefragtes Notariat (Ballungsraum)
210.000 € – 350.000 €20+ JahreSehr hohes Urkundenaufkommen etwa im Immobilien- oder Gesellschaftsrecht einer Metropolregion; das Einkommen variiert stark je nach Standort und Kanzleigröße.
Das mit Abstand größte Gehaltspotenzial bietet die Wahl bzw. Zuweisung des Amtssitzes: Notariate in Großstädten und wirtschaftsstarken Ballungsräumen mit hohem Immobilien- und Gesellschaftsrechtsgeschäft erzielen deutlich höhere Einnahmen als ländliche Standorte. Weitere Hebel sind die Spezialisierung etwa auf Immobilien-, Gesellschafts- oder Erbrecht sowie die Bildung einer Sozietät mit weiteren Notaren oder Rechtsanwälten zur Kostenteilung; da die Zahl der Notarstellen behördlich reguliert ist, bleibt der Zugang zum Amt selbst jedoch der entscheidende Engpass.